Burgruine Brandenburg | Werra-Burgen-Steig
On Tour Step by Step

Werra-Burgen-Steig Etappe 9 & 10

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30. Januar 2020

Wieder begrüßt uns das grüne Ampelmännchen. Wir stehen wieder in Vacha, bereit den Werra-Burgen-Steig auf Etappe 9 & 10 weiter zu wandern. Wiedermal ist das Wetter grau & wolkenverhangen. Irgendwo auf Etappe 9 werden Akila & ich heute Bergfest feiern können. Denn zumindest nach der Anzahl der Etappen (Gesamt 17) haben wir dann die Hälfte des Steiges erwandert. Obwohl wir rein nach km die Halbzeitmarke bereits hinter uns gebracht haben…

Etappe 9: Um die weißen Berge

Von Vacha nach Berka/Werra (23,5 km)

Panoramabild Vacha | Monte Kali
Blick auf Vacha

Rein rechnerisch haben wir die Hälfte bereits nach Etappe 7 mit unserer Ankunft beim Gradierwerk in Bad Salzungen hinter uns gebracht. Gut 200 km waren es bis dorthin. Insgesamt erstreckt sich der Trek auf etwa 400 km. Aber genug der schnöden Zahlen! Der WBS folgt heute dem Grenzwanderweg „Grünes Band“ entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Schon während wir die schmucke Brücke überqueren verlassen wir Thüringen und betreten das Bundesland Hessen.

Eine Gedenktafel erinnert hier an ein ganz besonderes Haus. Das Gebäude steht nämlich mitten auf ebendieser deutsch-deutschen Grenze. So kam es, dass den Bewohnern von der ehemaligen DDR untersagt wurde bestimmt Zimmer zu betreten. Besagte Räume wurden sogar zugemauert, damit keiner vom „Westen“ sich unerlaubt im „Osten“ aufhalten konnte.

Während wir den Vachaer Berg erklimmen befällt mich eine Art Déjà-vu. Irgendwie kommt mir dieser Ort doch so bekannt vor… Die Bäume, diese Straße, der Monte Kali in der Ferne. Nach einiger Grübelei kommt schließlich die Erkenntnis: Nachtcache! Vor ein paar Jahren wollte unser Cacher-Team Borderbully unbedingt mal eine dieser besonderen Geocaches ausprobieren. Gemeinsam mit unseren Hunden sind wir damals bei Nacht & Nebel mit Taschenlampen hier umhergestolpert und haben versucht unser Ziel zu erreichen. Mehr oder weniger erfolgreich.

Der Monte Kali

Werra-Burgen-Steig Etappe 9 & 10

Das Gelände über das Akila & ich heute wandern ist relativ flach, daher dauert es auch nicht lange bis wir in der Bergbaustadt Heringen ankommen. Bis hierhin sind wir fast nur auf Waldwegen gelaufen, was die Etappe im Sommer für Hunde sehr angenehm machen sollte. Einzig genügend Wasser muss mitgeführt werden. Nach der Überquerung der Werra in Vacha kommt man an keinem anderen Gewässer mehr vorbei.

In der Kleinstadt Heringen wird seit 1903 Kalisalz abgebaut. Der Bergbau hat hier also eine recht lange Tradition, was sich auch im Wappen der Stadt zeigt. Eine besondere Attraktion ist der markante weiße Berg, der „Monte Kali“, welcher vollständig aus Steinsalz-Abraum besteht. Obwohl man den Berg sehr wohl besichtigen kann, war ich noch nie in seiner Nähe. Eigentlich habe ich ihn bisher immer nur im Vorbeifahren gesehen. Der Werra-Burgen-Steig ändert das heute.

Akila & ich durchqueren Heringen danach geht es für uns steil bergauf. Wir erreichen nach einer Viertelstunde endlich einen breiten Waldweg. Dieser führt uns bogenartig auf den Monte Kali zu. Obwohl davon bisher nicht viel zu sehen ist. Eigentlich gar nichts. Dafür hören wir ein stetiges Rattern im sonst so stillen Wald. Ich kann das Geräusch zuerst nicht zuordnen. Es klingt nach großen Maschinen also halte ich Ausschau nach Waldarbeitern, sehe aber keine. Nach einiger Zeit findet sich jedoch die Geräuschquelle. Es ist das Förderband, welches den Abraum vom tief unter der Erde gelegenen Bergwerk hinauf auf die Halde bringt. Wenige Meter später stehen wir dann auch vor ihm. Die weißen, bröckeligen Wände erheben sich steil in die Höhe und ich kann sogar das Ende des Förderbandes sehen. Unablässig sorgt es dafür das der Berg immer weiter in die Höhe wächst.

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Svenja Paura

Hi! Mein Name ist Svenja. Wenn ich nicht mit Akila durch die Natur streife oder Geocaches suche, verbringe ich meine Zeit mit Klettern, Yoga, lesen oder zocken. Folge unserer Reise, wenn du mehr über uns erfahren möchtest.

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