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Trekking mit Hund – Planung, Vorbereitung & Durchführung Teil II: Vorbereitung auf eure große Reise

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19. September 2019

Der Urlaub (oder sogar die Auszeit?) ist genehmigt? Du hast euer Ziel schon fest im Blick? Dein Hund & du seid schon ganz hibbelig vor Aufregung? Kann ich gut verstehen! Wenn ich die Vorbereitung für ein Trekking mit Hund mache ist die Vorfreude immer gewaltig! Bevor es jedoch los geht gibt es noch ein paar Dinge, über die du dir Gedanken machen solltest. Das Gute: diese 4 Themen werden dir die Wartezeit etwas verkürzen.

1. Kenne dein Ziel!

Trekking mit Hund Teil II: Vorbereitung auf eure große Reise

Bereits in bei der Planung solltest du dich bereits intensiv mit dem Reiseland auseinandersetzten. Hast du das nicht gemacht, wird es jetzt höchste Zeit! Wer viel draußen unterwegs ist, sollte auch wissen was ihn draußen alles erwarten kann. Gibt es spezielle Witterungsverhältnisse? Welche Tiere könnten euch gefährlich werden? Gerade wenn man mit Hund unterwegs ist, können sich eigentlich friedvolle Zeitgenossen bedroht fühlen. Ganz wichtig für euch sind die Einreisebedingungen für deinen Bello. In vielen Ländern sind bestimmt Impfungen oder Gesundheitsnachweise vorgeschrieben. Was ist mit Leinen- oder Maulkorbpflicht? DARF dein Hund überhaupt einreisen (Stichwort: Listenhunde)? Und welche Strafen erwarten dich, wenn du dich nicht an diese Regeln hältst?

Abgesehen von dieser Pflichtlektüre ist es natürlich immer eine gute Sache sich auch mit Land & Leute auseinanderzusetzten. Die Mentalität der Menschen wenigstens ein bisschen zu kennen, hilft dir die Gegebenheiten vor Ort besser zu verstehen. Verschaff dir einen kurzen Überblick über die Dos and Don’ts. Dazu ist es für mich selbstverständlich sich auch ein bisschen mit der Sprache zu beschäftigen. Es muss kein ganzer Kurs sein aber schon ein paar Brocken können Wunder wirken, um das Eis zu brechen. Schließlich ist es doch das worum es uns beim Reisen geht, oder? Über den Tellerrand hinaus zu schauen, um neues kennenzulernen!

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2. Trainiere!

Trekking mit Hund Teil II: Vorbereitung auf eure große Reise

Keine Angst, du musst dich jetzt nicht in der Mucki-Bude abrackern oder für einen Marathonlauf trainieren. Aber ein bisschen Training sollte schon sein. Wenn nicht für dich, dann wenigstens für deinen Hund. Teste aus wo eure Grenzen liegen. Was sagt dein Hund beispielsweise dazu, wenn ihr 2 Tage hintereinander lange Strecken wandert? Das kann dir helfen Überforderung zu vermeiden. Rechtzeitiges erkennen hilft den Spaß auf der Strecke nicht zu verlieren. Denn es ist nicht immer alles eitel Sonnenschein. Es ist ganz normal, dass man sich hin & wieder verläuft. So kommen ganz schnell ein paar extra km zusammen. Auch das Gewicht deines Rucksacks wird sich bemerkbar machen.

Besonders wichtig ist das Training, wenn dein Hund Packtaschen** tragen soll. Spätestens ein halbes Jahr vor Reiseantritt solltest du beginnen ihn an das zusätzliche Gewicht zu gewöhnen. Wie genau du deinen felligen Freund dafür trainierst, kannst du in meinem Artikel „Packtaschen Training: Wie du deinen Hund an einen Rucksack gewöhnst“ nachlesen.

Als Übung für eure Trekkingreise reicht es schon die täglichen Spaziergänge auszuweiten. Dazu nimmst du dir regelmäßig Wanderungen in deiner geplanten Wunschdistanz. Ihr lauft viel über ungewohnten Boden? Dann such dir zum Testen Wanderwege mit ähnlichen Bedingungen. Es geht in die Berge und du wohnst im Flachland? Vielleicht kannst du vorher noch einen Wochenendtrip in eine ähnliche Region unternehmen. Deinen gepackten Rucksack hast du dabei natürlich immer auf dem Rücken! In meiner Serie „Getting started“ kannst du dir dazu noch weitere Anregungen holen.

Und keine Sorge.

Die restliche Fitness kommt unterwegs von ganz allein!

3. Verpflegung für Mensch & Tier

Trekking mit Hund Teil II: Vorbereitung auf eure große Reise

Möchtest du jeden Abend zum Essen einkehren können? Oder pfeifst du auf die Zivilisation? Je nachdem musst du dich um deine Nahrungsversorgung kümmern. Und um die deines Hundes. Gefriergetrocknete Trekkingnahrung ist nicht nur leicht, sondern auch nährstoffreich. Sie wird einfach mit Wasser aufgegossen. Wer gerne experimentiert kann sie sich auch selbst herstellen. Rezepte findet man in vielen Foren. Meist wird dazu jedoch ein Dörrautomat benötigt.

Bei deinem treuen Begleiter ist Trockenfutter oder -fleisch die einfachste Wahl. Bewährt hat es sich die Portionen bereits zuhause zu rationieren. Beides solltest du gut einweichen. Somit erleichterst du deinem Hund nicht nur die Verdauung. Sondern du hilfst auch seinen Wasserhaushalt im grünen Bereich zu halten. Für alle Barfer unter euch, habe ich hier einen ausführlicheren Artikel darüber verfasst, wie man das auch on Tour umsetzten kann.

Im Freien werdet ihr viel mehr Energie verbrauchen. Bedenke das sowohl bei deiner eigenen als auch bei der Ration deines Hundes. Wer draußen wandert muss sich zwar immer etwas einschränken aber es hat noch keinem geholfen am Hungertuch zu nagen…

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4. Packen üben

Trekking mit Hund Teil II: Vorbereitung auf eure große Reise

An Packlisten scheiden sich die Geister. Es gibt die Freaks, die versuchen jedes Gramm zu optimieren, die chronischen „Zu-viel-Mitnehmer“ und die dritte Sparte fängt nur bei dem Wort schon an genervt die Augen zu verdrehen. So oder so: richtiges packen will gelernt sein! Ich gehörte zur 2. Fraktion. Wenn ich nicht aufpasse versuche ich für jede noch so unwahrscheinliche Eventualität etwas in meinen Rucksack zu tun. Deswegen mag ich die Listen. Ich schaue mir auch gerne die anderer an, um meine eigene Packliste zu optimieren. Oder besser gesagt, um mir Anregungen zu holen.

Insofern du keine Arktis-Expedition wagst, sollte dein Trekkingrucksack nicht mehr als 20 kg wiegen. Je weniger desto unbeschwerter kannst du dich bewegen. Umso mehr Spaß wird dir die ganze Sache auch machen. Als Faustregel merkst du dir, dass schwere, große Sachen möglichst nah an den Rücken gepackt werden. Alles was klein und/oder leicht ist kommt nach oben bzw. vorne.

Für eine Woche Trekking brauchst du:

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Je nach deiner gewählten Unterkunftsart kannst du Zelt & Co. natürlich auch zu Hause lassen. Das gleiche gilt für den Kocher, wenn du kein Selbstversorger bist. Es ist hilfreich, wenn du deinen Rucksack ein paar Mal Probe packst. So erkennst du ganz leicht ob du zu viel mitgenommen hast. Außerdem kannst du so bei deinen Trainingsläufen ein Gefühl für das Gewicht bekommen. Die Hundepackliste findest du hier.

Nächste Woche beschäftigen wir uns noch mit ein bisschen Troubleshooting und dann kann es für euch auch schon losgehen!

Bis bald,
Svenja & Akila

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Svenja Paura

Hi! Mein Name ist Svenja. Wenn ich nicht mit Akila durch die Natur streife oder Geocaches suche, verbringe ich meine Zeit mit Klettern, Yoga, lesen oder zocken. Folge unserer Reise, wenn du mehr über uns erfahren möchtest.

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