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Trekking mit Hund – Planung, Vorbereitung & Durchführung Teil III: Durchführung & Troubleshooting

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3. Oktober 2019

Selbst die beste Planung oder die gründlichste Vorbereitung können dich nicht auf alles während eurer Reise vorbereiten. Im Leben kommt’s oft anders als man denkt. Äußere Umstände liegen nun mal außerhalb unserer Kontrolle. Die häufigsten Probleme bei der Durchführung deines Trekking mit Hund habe ich dir hier zusammengefasst. Viel Spaß damit!

Nicht den Kopf in den Sand stecken!
Bloß nicht gleich den Kopf in den Sand stecken!

1. zu lange Strecken

Trekking mit Hund Teil III: Durchführung & Troubleshooting

Manchmal passiert es einfach, dass man sich überschätzt. Vielleicht liegt es auch an dem ungewohnten Gelände. Hin und wieder ist man auch nur schlecht in Form. Egal woran es liegt Hauptsache du unternimmst was! Wenn du merkst, dass du deine Tagesetappen zu lang gewählt hast, solltest du kürzen. Überforderung führt zu Unkonzentriertheit was schließlich in Fehlern endet. Gerade in schwierigem Terrain kann sowas schnell lebensgefährlich sein! Ein falscher Tritt am Grat… Mir persönlich verderben sehr lange Etappen oft den Spaß am Trek. Einfach schon aus diesem Grund finde ich es sinnvoll.

2. Verletzungen

Trekking mit Hund Teil III: Durchführung & Troubleshooting

Verletzungen können zum einem direkt aus Punkt 1 resultieren. Zum anderen natürlich auch einfach ein dummer Zufall sein. Ärgerlich sind sie allemal. Schon allein deswegen gehört ein Erste-Hilfe-Set in den Rucksack JEDES Trekkingmitglieds. Die normalen Sets musst du noch um einige Dinge für deinen Hund erweitern. Dazu solltest du einen Zettel mit den örtlichen Notrufnummern legen sowie diese in deinem Handy speichern. Überlege dir vor Tourantritt wie du im Notfall den Rettungskräften deine Position angeben kannst (z. B. mithilfe eines GPS-Gerätes**). In manchen Regionen, wie z. B. den Alpen kann auch der Abschluss einer speziellen Reisekrankenversicherung sein. Willst du in die Berge reicht meist ein Beitritt in einen Verein. Diese Mitgliedschaften beinhalten umfassende Versicherungen für Rettungen aus schwierigem Terrain. Ansonsten musst du diese nämlich selbst bezahlen!

Nach jeder Verletzung muss natürlich erwägt werden ob ihr euren Weg fortsetzten könnt. Eine unscheinbare & dennoch fatale Verletzung für deinen Hund, sind wundgelaufene Pfoten. Ein Riss oder abgescheuerte Haut können schnell das Ende eurer Tour bedeuten. Du solltest ihnen daher besondere Aufmerksamkeit widmen. Je ungewohnter das Gelände desto mehr Vorkehrungen musst du treffen. Pfotencreme & Pfotenschutzschuhe sind die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände deines Vierbeiners! Mehr kannst du hier erfahren.

3. Tourabbruch

Trekking mit Hund Teil III: Durchführung & Troubleshooting

Ob nun einer von euch verletzt ist, das Wetter unberechenbar oder der Trek zu schwierig. Wie bei Punkt 1 gibt es viele Gründe dafür eine Tour abzubrechen. Sei dir nie zu schade dafür. Das Ende einer Tour bedeutet nicht gleich, dass auch der Urlaub dahin ist. Es gibt in der Region sicher noch viele andere schöne Dinge zu entdecken. Deswegen: nicht den Kopf in den Sand stecken!

Ähnliches gilt für unpassierbare Wege. Schneller als du denkst kann dich deine eigentliche Wanderroute als Sackgasse entpuppen. Ein umgestürzter Baum, ein Erdrutsch, Wassermassen… Möglichkeiten gibt es viele. Da hilft nur: einen kühlen Kopf bewahren! Nimm deine Wanderkarte zur Hand und versuche das Hindernis auf einem anderen Weg zu umgehen. Bevor du deine Tagesetappe startest, frag doch auch einfach mal herum. Einheimische oder die Touristeninfo können dir vielleicht sagen, ob es versperrte Wege gibt.

4. Dein Hund läuft weg

Trekking mit Hund Teil III: Durchführung & Troubleshooting

Ein heikles Thema, dem ich bereits einen ganzen Blogpost gewidmet habe. 100%ig lässt es sich auch bei dem treusten Vierbeiner nicht ausschließen. Es gibt einfach zu viele Auslöser für dieses Verhalten. Du kannst lediglich ein paar Vorbereitungen für den Fall der Fälle treffen.

5. zu viel Gepäck

Trekking mit Hund Teil III: Durchführung & Troubleshooting

Hast du trotz sorgfältiger Vorbereitung doch zu viel eingepackt, hast du jetzt genau 3 Möglichkeiten:

  1. Wanderung mit Gepäcktransfer
    Bei solchen Touren wandert ihr mit Tagesrucksack. Normalerweise hast du dann nur Tagesverpflegung, Regenjacke & Erste-Hilfe-Set dabei. Während deine restlichen Sachen für dich von Unterkunft zu Unterkunft transportiert werden. Solltest du entgegen aller Erwartungen doch zu viel mitgenommen haben, packst du für den nächsten Tag einfach um.
  2. Unnötiges nach Hause schicken
    Ohne diesen Service bleibt dir noch die Möglichkeiten per Post wieder was nach Hause zu schicken. So etwas bietet sich an Pausentagen an. Dann hast du genügen Zeit alles auszusortieren, ein Paket zu besorgen sowie eine Versandstelle ausfindig zu machen. Außerdem ist das eine gute Möglichkeit Gegenstände, die nur für einen bestimmten Abschnitt benötigt werden, wieder loszuwerden.
  3. Augen zu & durch
    Du bist meilenweit von jeglicher Zivilisation entfernt? Dann bleibt dir nur durchzuhalten und aus deinen Fehlern zu lernen. Traurig, aber wahr. Wenn abbrechen oder umkehren keine Alternativen sind, dann heißt es Augen zu & durch!
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Wenn alle Stricke reißen: häng deinen Ballast einfach an den Nagel!

6. Wetterumschwünge

Trekking mit Hund Teil III: Durchführung & Troubleshooting

Ich rede hier jetzt nicht von ein bisschen Regenwetter. Vielmehr von schwerwiegenden Wetterwarnungen wie Sturm, schwere Gewitter, heftige Schnee- oder Regenfälle. Solche Phänomene sollten dich tatsächlich zum pausieren oder abbrechen deines Treks bewegen. Aus diesem Grund ist es wichtig die Wettervorhersage für die nächsten Tage immer gut zu kennen. Besonders in abgelegenen Lagen, in denen es lange dauern würde, bis Hilfe ankommt.

Trekking mit Hund – Planung, Vorbereitung & Durchführung

Fazit

Jetzt sind wir auch schon am Ende meines kleinen Leitfadens angelangt. Ich hoffe ich konnte dir bei deinen Fragen weiterhelfen. Sollte dir hier noch irgendwas fehlen, schreib es mir gerne in die Kommentare! Neben den ganzen Tipps ist es natürlich am wichtigsten, dass ihr so viel Spaß wie möglich habt. Also los! Fang an zu planen und vielleicht sieht man sich ja mal unterwegs!

Bis bald,
Svenja & Akila

vollgas voraus! | trekking mit hund durchfuehrung
Volle Fahrt voraus!

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Svenja Paura

Hi! Mein Name ist Svenja. Wenn ich nicht mit Akila durch die Natur streife oder Geocaches suche, verbringe ich meine Zeit mit Klettern, Yoga, lesen oder zocken. Folge unserer Reise, wenn du mehr über uns erfahren möchtest.

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