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Trekking Ausrüstung für deinen Hund – Was wirklich zählt!

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13. Juni 2019

Deinen Hund für deine 1. mehrtägige Wanderung auszustatten ist gar nicht so einfach. Genau wie bei einem selbst, neigt man dazu zu viel einzupacken. Obwohl Bello außer Leine & Halsband doch eigentlich nichts braucht. Oder ist da doch noch mehr? Ok, sowohl was zu saufen als auch etwas zwischen die Zähne sollte noch drin sein. Das war’s dann aber. Oder? Oder??
Spätestens wenn du versuchst den sperrigen Edelstahlnapf in deinen Rucksack zu stopfen, wirst du eins merken:
Es wird höchste Zeit, dass du dir Gedanken über die Trekking Ausrüstung für deinen Hund machst.

Halsband, Geschirr oder Packtaschen?

Tatsächlich ist es nicht viel, was dein vierbeiniger Begleiter benötigt. Fangen wir mal mit dem Wichtigsten an: dem Halsband.
Selbstverständlich nimmst du das Halsband deines Hundes mit! Schließlich musst du irgendwo die Leine befestigen, ihn festhalten können und, und, und…!

Warum ich das trotzdem hier anspreche?

Halsbänder sind nicht immer so praktisch beim Wandern. Sobald ihr euch im alpinen Raum bewegt, auf Wegen mit steilen Abhängen, Kliffen etc. sind sie sogar gefährlich! Sollte dein Hund irgendwo ab- bzw. runterrutschen kann es passieren, dass sich die Halsung im Unterholz verfängt. Das bremst zwar den Sturz aber für das Genick deines Tieres kommt dann jede Hilfe zu spät… Aus diesem Grund sieht man bei vielen Bergwanderern mit tierischer Begleitung stattdessen ein Geschirr. Es gibt sogar spezielle Bergsteigergeschirre. Diese sind dann extra stabil sowie dazu ausgelegt deinen Hund abzuseilen.

Also merke: im flachen, übersichtlichen Gelände nimmst du das Halsband, sobald Absturzgefahr droht das Geschirr.

packtaschen | trekking ausruestung fuer deinen hund
Gut gerüstet mit ein paar Packtaschen.

Ist dein felliger Freund groß & ausdauernd genug? Darüber hinaus hat er einen starken Rücken ohne Erkrankungen des Knochen- oder Bewegungsapparates? Möchtest du nicht alles allein schleppen? Dann sind vielleicht Packtaschen etwas für euch.
Ein Hund kann theoretisch (!) bis zu 25% seines Körpergewichtes tragen. Vor allem bei langen Touren ist es angenehm, wenn der Vierbeiner einem etwas Last abnimmt. Traditionell lässt man ihn seine Verpflegung tragen. Zum einen wird so die Traglast von Tag zu Tag kleiner, zum anderen kann kein wichtiger Gegenstand verloren gehen, wenn z.B. der Hund wegläuft. Denke bitte daran, dass du deinen Begleiter erst an die Packtaschen & das Gewicht gewöhnen musst!

Die richtige Leine

Am besten beraten bist du mit einer 3 m bis 5 m Leine, die du mehrfach verstellen kannst. Von Flexileinen bin ich persönlich überhaupt kein Freund. Aber das liegt wahrscheinlich daran, dass die meisten Hunde-„führer“ selbigen mit dieser Leine überhaupt nicht kontrollieren können. Oder wollen. Zumindest die, die mir immer begegnen.

Mach andererseits auch nicht den Fehler eine Feld- oder Schleppleine mitzunehmen. Genau das habe ich nämlich in Österreich bei unserer Wanderung durch das Salzkammergut gemacht. Dabei bin ich fast wahnsinnig geworden… Nicht nur verfängt sich das blöde Ding ständig, wenn es regnet wird es auch noch sacknass und strotzt dann nur noch so vor Dreck… bäh! Außerdem hatte sich Akila ab dem 2. Tag sowie so nicht mehr als ein paar Meter von uns wegbewegt. Trekking ist eben doch was anderes als ein normaler Spaziergang.

Pfotenschutz

Abhängig davon in welchem Gebiet ihr unterwegs seid solltest du über Pfotenschutzschuhe nachdenken. Je ungewohnter die Bodenbeschaffenheit desto anstrengender wird es für deinen Hund darauf zu laufen. Abgesehen davon können auch stark wechselnde Untergründe zum Problem werden. Als wir im Salzkammergut auf Tour waren, sind wir einen Tag sehr lange in einem feuchten Waldgebiet unterwegs gewesen. Der Weg führte uns am Nachmittag dann durch ein ausgetrocknetes Flussbett. Die scharfkantigen Steine waren für Akila’s aufgeweichte Pfoten alles andere als gut. Wir hatten Glück, dass sie keine Verletzungen erlitt trotzdem wurde die Haut in Mitleidenschaft gezogen. Für solche Fälle ist es gut Pfotenschutzschuhe dabei zu haben. Ein oft sehr unterschätztes Teil der Trekking Ausrüstung für deinem Hund. Auf jeden Fall gehört aber ein Pfotenpflegestift oder Pfotencreme in dein Gepäck, um diese geschmeidig zu halten.

kaputte pfoten | trekking ausruestung fuer deinen hund
Nicht nur durchgelaufene Sohlen gibt es, sondern auch durchgelaufene Pfoten.

Futternäpfe

Der angesprochene Standard Edelstahlnapf ist natürlich viel zu groß, schwer & sperrig. Es gibt für Outdooraktivitäten spezielle Faltnäpfe. Wir benutzen welche von Ruffwear. Ich bin sehr zufrieden damit, weil sie nicht nur sehr robust, sondern auch leicht sind. Dabei ist ein Napf völlig ausreichend. Tagsüber benutzt du ihn als Trinkgefäß für deinen Hund und abends kommt das Futter rein.

Erste Hilfe Set

Du kannst es dir sehr einfach machen, indem du einfach dein Erste Hilfe Paket etwas modifizierst. Tausche die normalen Verbände einfach gegen selbsthaftende aus.

Dazu kommt noch:

  • Eine Maulschlinge
  • Verbandswatte
  • Pinzette / Zeckenzange
  • Kohletabletten gegen Vergiftungen
  • Ein Mittel gegen Durchfall / Erbrechen
  • Individuelle Medikamente
  • Evtl. Desinfektionsmittel

Last but not least

Im Großen & Ganzen war es das auch schon an Trekking Ausrüstung für deinen Hund.
Das du Futter & Wasser mitnehmen musst brauche ich dir ja hoffentlich nicht zu sagen. Was sich dafür eignet kannst du hier erfahren. Eine Decke, alternativ eine zugeschnittene Iso-Matte ist als Schlafplatz ausreichend.
Im Prinzip gilt auch wie bei deiner eigenen Ausrüstung:

So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Lass mich in den Kommentaren wissen was ihr alles mit auf Tour nehmt!

Bis bald,
Svenja & Akila

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Svenja Paura

Hi! Mein Name ist Svenja. Wenn ich nicht mit Akila durch die Natur streife oder Geocaches suche, verbringe ich meine Zeit mit Klettern, Yoga, lesen oder zocken. Folge unserer Reise, wenn du mehr über uns erfahren möchtest.

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