Altstadt von Eschwege an der Werra | Step by Step
On Tour Step by Step

Von Slow Travelling und einer etwas anderen Art zu trekken

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23. Mai 2019

Ich mag ja den Gedanken vom Slow Travelling. Statt „höher, schneller, weiter“ einfach mal bewusst einen Gang runter schalten. Langsam machen. Sich Zeit nehmen. Viele Menschen suchen nach immer größeren Herausforderungen. Immer noch weitere Treks zu gehen oder über altbekannte in Rekordzeit zu sprinten. Dabei rauschen die Eindrücke des Weges aber lediglich im Eiltempo an ihnen vorbei. Der Blick für’s Detail schwindet und hinterher ist alles was im Gedächtnis bleibt ein verwaschener Farbklecks.

Abgesehen davon hat so eine Herausforderung natürlich auch ihren Reiz. Besonders Weit- und Fernwanderwege üben eine große Anziehungskraft auf mich aus. Bisher hat es bei uns leider nur für 6 Tage Wanderurlaub am Stück gereicht. Aber irgendwann möchte ich auch mal mehrere Wochen am Stück unterwegs sein. Da der Tag aber wohl noch etwas auf sich warten lassen wird, habe ich mir etwas anderes überlegt. Etwas, wie ich einen Weitwanderweg mit Slow Travelling verbinden kann, ohne extra Urlaub dafür zu nehmen.

On Tour in der Rhön | Slow Travelling

Exkurs & 3 Jahre ohne Wanderurlaub

Wir sind dieses Jahr sehr mit unserem Exkurs beschäftigt (also ich, weil ich die Planung mache…). Dafür geht sogar der Großteil unseres Urlaubs drauf. Also nix mit weitwandern. Die letzten 2 Jahre gab’s leider auch keinen, weil wir daheim mit größeren Umbaumaßnahmen zu tun hatten. Also 3 Jahre ohne neue Wege zu erkunden??? Nee… Der Gedanke gefiel mir ganz und gar nicht.

Auf der Suche nach Touren, die wir am Wochenende wandern könnten, kam mir dann die zündende Idee:

Warum nicht einfach einen Trek auf eben diese aufteilen? Die Tour quasi Step by Step zu gehen?!?

Er müsste natürlich heimatnah sein. Es bringt nicht viel, wenn wir erst 5 Std. im Auto verbringen müssen bevor wir überhaupt eine Pfote auf Waldboden setzten können. Gleichzeitig wäre es eine großartige Möglichkeit Akila’s und meine Fitness wieder aufzumöbeln. Ganz zu schweigen von Experimenten mit der Packliste sowie dem austesten der Ausrüstung.

Außerdem glaube ich, dass uns von 1 – 2 Etappen pro Woche wesentlich mehr Eindrücke im Kopf bleiben werden, als wenn wir am Stück wandern. Also auch ganz im Sinne des Slow Travellings.

„Diesen Weg auf den Höhen…“*

Wenn ich an Thüringen und wandern denke, fällt mir natürlich automatisch einer ein: Der Rennsteig. Ich wohne schon mein ganzes Leben hier, bin ihn bisher aber noch nie gegangen. Allerhöchstens ein paar Meter durch Zufall, wenn er andere Wege kreuzt. Mit 170 km von Eisenach bis Blankenstein sowie einen Höhenunterschied von 787 m ist er der älteste Weitwanderweg in Deutschland.

Durchaus also ein Kandidat für meinen Plan.

Schließlich gibt es noch den Hochrhöner®. Auf einer ähnlich langen Strecke mit 175 km verbindet er Bad Kissingen mit Bad Salzungen. Der Hochrhöner® ist ein eigenständiger Weitwanderweg und nicht zu verwechseln mit der Hochrhöntour, dem kleinen Rundwanderweg.

So richtig „Klick“ hat es aber irgendwie bei keinem der beiden gemacht.

Schließlich möchte ich auch hier gerne darüber berichten. Die schöne Rhön hatte ich jedoch erst mit 2 Wanderungen vorgestellt. Und der Rennsteig? Naja, wahrscheinlich gibt es darüber Berichte wie es Sand am Meer gibt. Immerhin soll es für dich ja auch interessant sein.

Nach ausführlicher Recherche bin ich dann aber auf was gestoßen.

Der Werra-Burgen-Steig

Wie? Den kennst du nicht?

Macht nix. Obwohl er geradewegs durch meinen alten Heimatort führt, war mir der Werra-Burgen-Steig auch fremd. Der Steig folgt auf 350 km in 17 Etappen dem Fluss Werra von der Quelle (Fehrenbach) bis zur Mündung (Hann. Münden). Es gibt überdies noch einen kleineren, hessischen Abzweig, mit dem du die Wanderung nochmal um 11 Etappen verlängern kannst. Mir reicht der Hauptweg. Immerhin sind 350 km eine ganz schöne Hausnummer. Vor allem, wenn wir diese nur am Wochenende begehen wollen.

Der Trek reizt mich. Ich bin im Werratal aufgewachsen zudem verbindet der Weg viele Orte, die ich aus meiner Kindheit kenne. Dazu kommen nicht nur Burgen, sondern auch Klöster sowie Ruinen entlang der Wegführung. Es gibt also viel zu entdecken!

Kaffee & Kuchen

Demzufolge sind auch die Abschnitte gut für uns zu erreichen. Momentan sammle ich Informationen, ob wir manche nicht sogar mit öffentlichen Verkehrsmitteln anfahren können. Außerdem wohnen so einige Freunde & Familienmitglieder in der Nähe. Vielleicht lädt der ein oder andere uns ja sogar zu Kaffee & Kuchen ein, wenn wir vorbei wandern. Oder helfen uns zum Startpunkt zurückzukommen.

Auch das will noch bedacht werden. Es handelt sich immerhin nicht um Rundwanderungen. Irgendwie werden wir heimreisen bzw. zu unserem Auto zurückkehren müssen.

Wie wir das bewerkstelligen wollen?

Nun, ich weiß es nicht. Noch nicht!

Als erstes habe ich mir das Kartenmaterial angefordert, welches auch recht zügig eintraf. In den nächsten Tagen werde ich mir die Strecke genauer anschauen sowie mit der Planung unseres Slow Travelling Treks beginnen.

Natürlich werde ich dich darüber auf dem Laufenden halten.

Also, bleib gespannt!

Bis dahin,
Svenja & Akila

Pfotenansicht | Slow Travelling

* aus „Das Rennsteiglied“ von Herbert Roth
Beitragsbild von markus11 auf Pixabay

Dieser Beitrag enthält unbezahlte & ungefragte Werbung.

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Svenja Paura

Hi! Mein Name ist Svenja. Wenn ich nicht mit Akila durch die Natur streife oder Geocaches suche, verbringe ich meine Zeit mit Klettern, Yoga, lesen oder zocken. Folge unserer Reise, wenn du mehr über uns erfahren möchtest.

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