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Exkurs

Den richtigen Camper Van für Australien finden – Mit 2.000€ nach Down Under?!?

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31. Juli 2019

Es sind nur noch wenige Monate, die uns von unserer großen Reise nach Down Under trennen. Flugkosten sowie Unterkünfte haben wir abgehakt aber unser Bett auf Rädern fehlt noch! Alles was du zur Wahl des richtigen Camper Van für Australien wissen musst, zeige ich dir jetzt! 

richtigen camper van fuer australien
Bild von Okan Caliskan auf Pixabay

Den richtigen Camper Van für Australien finden: Die Qual der Wahl 

Eines gleich vorweg: Wir haben uns für eine Buchung über’s Reisebüro entschieden. Warum erzähle ich dir gleich, doch lass uns erstmal schauen welche Alternativen dir überhaupt offenstehen: 

  • 1. Reisebüro
  • 2. Online-Vergleichsportale 
  • 3. Direktbuchung 
  • 4. Vor Ort 

Alle Möglichkeiten haben ihre Vor- oder Nachteile je nachdem welche Standarts dir wichtig sind. Brauchst du die Highend Luxusausführung oder ist es dir egal wenn das Auto um dich herum fast auseinanderfällt? Möchtest du im Wagen schlafen? Suchst du dir jeden Abend spontan eine Unterkunft? 

Unabhängig davon wo du letztendlich buchst, wirst du immer auf die gleichen Mietwagenanbieter treffen. Die bekanntesten sind: Maui, Britz, Apollo, Chepa Camper, Jucy & Wicked Camper.

Wicked ist bekannt für seine besonders günstigen Preise, dafür sind die Fahrzeuge schon älter. Einerseits gibt regelmäßig Berichte über heruntergekommene Inneneinrichtung oder Pannen am laufenden Band. Andererseits sind auch viele Leute dabei die vollstes zufrieden waren. Das krasse Gegenteil soll Maui sein. Sehr moderne, neue Fahrzeuge mit luxuriöser Ausstattung. Aber eben auch sehr hohe Preise…

Die Ausstattung 

Je mehr schick-schnack, desto höher wird die Miete. Logisch. Trotzdem darfst du anfangs ruhig etwas träumen. Manchmal gibt es Frühbucher- oder Sonderaktionen mit denen du dir auch eine teure Ausstattung leisten kannst. Am günstigsten sind natürlich normale Mietwagen. Dabei fehlt allerdings die Schlafgelegenheit. Weiter geht’s mit den kleineren Camper Vans bis hin zu den Luxus-Wohnmobilen. Am teuersten sind in der Regel die Allrad-Fahrzeuge. Lass dir von einem Reisebüro einfach ein paar Kataloge geben, um einen ersten Überblick zu bekommen. 

Während das Mietauto dir i.d.R. nur zur Fortbewegung dient, willst du in den anderen auch Leben. Für längere Zeit auf engsten Raum zusammenzuleben, ist schon für so manch harmonische Gruppe zur Bewährungsprobe geworden. Deswegen ist es klug, beim Camper Van für Australien ein Auge auf die angegebene Personenzahl zu haben. Diese zeigt die max. Auslastung bei der jeder kleinste Winkel belegt ist. Rechne zu deiner Gruppengröße einfach eine Person mehr hinzu & suche danach dein Fahrzeug aus. Der Vorteil: du hast automatisch etwas mehr Freiraum. 

Was ist sonst noch wichtig? 

Die Größe der Kühlbox, Heizlüfter (!), Automatik-Getriebe sowie ob dein Fahrzeug einen Frisch-/Abwassertank hat. Je größer die Kühlbox desto leistungsfähigere ist sie desto länger hält sie deine Lebensmittel frisch. Denk dran, dein Camper wir auch immer ein paar Stunden in der Sonne geparkt sein. Bist du nicht gerade in der Sommerzeit unterwegs, wird es nachts durchaus kühl. In der Wüste sowieso, deswegen der Heizlüfter. Das Automatik-Getriebe erleichtert dir den Einstieg in den Linksverkehr, so brauchst du dich nicht noch auf’s schalten mit links zu konzentrieren. Schlussendlich ermöglicht dir ein Fahrzeug mit Abwassertank (Self-containd) mehr Flexibilität bei der Stellplatzwahl. Es gibt Rastplätze auf denen nur solche Fahrzeuge über Nacht bleiben dürfen. 

Woran du keinesfalls sparen solltest, ist der Allradantrieb! Falls du vorhast im Outback oder auf ausgesetzten Routen unterwegs zu sein, ist das ein Muss. In Australien sind die Straßen einsam, eine Panne aufgrund eines ungeeigneten Fahrzeuges kann lebensgefährlich werden! Ganz zu schweigen davon, dass jeglicher Versicherungsschutz erlischt… Sollte dein Budget also zu schmal sein, überlege dir lieber eine andere Route

Den richtigen Camper Van für Australien finden: Versicherungen & Tarife 

Unter einer Vollkaskoversicherung oder einem All-Inclusiv Tarif verstehen wir in Deutschland, dass eben alles abgedeckt ist. In Down Under ist das etwas anders. Dort ist teilweise nicht mal eine Haftpflicht Versicherung vorgeschrieben. Es gibt dort deswegen sehr, sehr viele Autos die unversichert durch die Gegend fahren. Diese Tatsache schlägt sich auch bei den Campermieten nieder. 

Im Grundtarif sind kaum Schäden versichert, dazu kommt die Selbstbeteiligung. Außerdem musst du eine Kaution hinterlegen. Das wiederum heißt, deine Kreditkarte wird belastet und steht dir nicht im vollem Umfang zur Verfügung. Besser sind die sog. Premium Pakete oder All-Inclusiv Tarife. Obwohl auch dabei manche Schäden (z.B. Steinschlag) nur einmalig versichert sind. Die Mieten an sich sind Tagespreise! Du kannst also heute eine ganz andere Rate als morgen oder in 6 Monaten angeboten bekommen. 

Lies dir deswegen alle Bedingungen gut durch! 

Wo buche ich am besten? 

Das ist Geschmackssache. Es schadet nicht wenn du überall etwas vergleichst, denn auch die Fahrzeugausstattungen können von Portal zu Portal leicht variieren.

Für ganz spontane bietet sich die Buchung vor Ort an. Möglicherweise ist die Auswahl an Fahrzeugen dann jedoch nicht so groß. Du musst nehmen was gerade da ist. Es werden auch oft Fahrer gesucht, die Fahrzeuge von One-Way Strecken (z. B. Perth – Darwin) zurück fahren. Im Grunde genommen zahlst du dabei nur für das Benzin. Das ist billig aber dafür hast du einen bestimmten Zeitrahmen, in dem du das Auto zurück bringen musst. 

Bei den Anbietern direkt (Website) waren die Mieten meistens teurer als woanders. Jedenfalls war das meine Erfahrung. Die Online-Vergleichsportale hatten ziemlich die gleichen Preise wie die Reisebüros. Leider fand ich, dass man dort die genauen Konditionen & Fahrzeugausstattungen nur spärlich herausfinden konnte. Die Angaben waren mir persönlich einfach immer zu ungenau. Deswegen sind wir letztendlich beim Reisebüro gelandet.

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Bild von Free-Photos auf Pixabay

Den richtigen Camper Van für Australien finden: Unsere Wahl

Für was haben wir uns also letztlich entschieden? Mein Traum wäre natürlich ein Allrad Fahrzeug gewesen. Allerdings konnte ich diesen relativ schnell begraben. Nicht nur viel zu teuer für unseren Geldbeutel sondern im Prinzip auch unnötig. Wir haben nicht vor tief ins Outback zu fahren. Klar, die Möglichkeit wäre super auf unbefestigten Straßen unterwegs zu sein aber naja… Man kann halt nicht alles haben! Ich habe versucht einen guten Kompromiss zwischen Bequemlichkeit & Geldbeutel zu finden.

Unser treuer Begleiter wird der Britz Voyager werden. Es ist das zweit kleinste Modell dieses Anbieters, dabei bietet es Raum für 4 Erwachsene. Für uns 2 sollte es also mehr als genug Platz bieten. Mit einer Innenhöhe von fast 2 m kann können wir auch easy darin stehen.
Ansonsten hat es so ziemlich alle nötige an Ausstattung an Bord:

  • Klimaanlage / Heizung
  • Radio mit Bluetooth
  • Stromanschluss
  • Kühlschrank & Gefrierfach
  • Küche (Gasherd & Mikrowelle)
  • Spüle (kaltwasser)
  • Frisch- & Abwassertank (und somit self-contained)
  • Fliegengitter

Wir haben aufgrund des All-Inklusiv Pakets auch noch folgende Extras inbegriffen:

  • Campingtisch & -stühle
  • Heizlüfter

Der ganze Spaß kostet uns für 10 Tage 1.147,-€. Das macht pro Person 573,50€ sowie mit unserem Budget folgendes:

australien kosten

So langsam nähren wir uns der festgesetzten Grenze. Glücklicherweise kommen auch nicht mehr viele Fixkosten auf uns zu. Was in der Kostenaufstellung noch fehlt, erfährst du nächsten Monat!

Bis bald,
Svenja

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Svenja Paura

Hi! Mein Name ist Svenja. Wenn ich nicht mit Akila durch die Natur streife oder Geocaches suche, verbringe ich meine Zeit mit Klettern, Yoga, lesen oder zocken. Folge unserer Reise, wenn du mehr über uns erfahren möchtest.

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