Fit für den Sommer?
Getting started

Ist dein Hund fit für den Sommer?

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9. Mai 2019

Und schon sind wir beim dritten und letzten Teil meiner „Getting started“ Reihe angelangt. Nachdem wir uns sowohl um deine Ausrüstung als auch um die Frühjahrskur für deinen Hund gekümmert haben, sprechen wir heute über eure Fitness.
Ich zeige dir, wie du du und dein Hund ganz fix fit für den Sommer werdet!

Immer schön langsam

Gehst du im Winter weniger auf Tour, nimmt automatisch deine Fitness ab. Auch bei deinem Hund. Folglich ist es keine sehr gute Idee, mit dem gleichen Ansprüchen weiterzumachen, mit denen du im Herbst aufgehört hast.
Höllischer Muskelkater ist nur das Kleinste aller Übel, die dir drohen. Setzt du dich und deinen tierischen Begleiter untrainiert zu hohen Anforderungen aus, könnt ihr euch schnell verletzten.
Und wer will schon bei schönem Wetter zuhause bleiben müssen?

Der bessere Weg ist es, eure Fitness Stück für Stück wieder aufzubauen.

Der erste Schritt ist denkbar einfach: macht eure Spaziergänge länger!
Dazu hängst du ab sofort einfach jeden Tag eine Minute an eure Gassi-Runde dran. Solange bis ihr eure Zeit verdoppelt habt. Dadurch summieren sich ganz automatisch ein paar Km extra zusammen. Ein Beispiel:
In einer halben Stunde schaffst du in etwa 2 km. Nach 30 Tagen bist du bereits 1 Stunde unterwegs und hast dich auf 4 km gesteigert. Indem ihr pro Tag nur ca. 70 m mehr lauft, passiert die Leistungssteigerung quasi nebenher. Ihr werdet kaum etwas davon merken.

Nachdem ihr eure Strecke um die Hälfte gesteigert habt, machst du das ganze intensiver.
Im Klartext heißt das, du suchst dir anstrengendere Wege aus. Geh öfter sowohl bergauf als auch ab oder durch unwegsameres Gelände. Spazier ruhig mal querfeldein durch den Wald. Das bringt nicht nur Abwechslung, sondern fördert auch eure Kondition. Gehen in unwegsamen Gelände trainiert außerdem eure Konzentrationsfähigkeit und den Gleichgewichtssinn. Wichtige Fähigkeiten, wenn ihr in den Bergen wandern wollt. Beispielsweise kannst du zusammen mit deinem Hund auch mal über einen Baumstamm balancieren. Desweiteren hilft eurem Team sowohl Hundesport als auch ausgedehntes, gemeinsames Spielen. Beides lässt euch noch mehr zusammenwachsen und hilft eurer Fitness auf die Sprünge.

Stretching ist die halbe Miete

Damit dein Hund fit für den Sommer werden kann, muss seine Muskulatur fit sein.
Jedoch kannst du nicht alle Muskelgruppen durch reines Lauftraining erreichen. Außerdem ist es sinnvoll die Muskeln vor besonderen Anforderungen aufzuwärmen und geschmeidig zu machen. Bei jedem Hund, nicht nur bei Älteren.

Ich habe eine Reihe von Übungen ausgesucht, die ihr ganz leicht in euren täglichen Spaziergang einbinden könnt. Dein felliger Freund sollte zuvor ca. 15 – 20 Minuten gelaufen sein. Dann sind die Muskeln schon etwas vorgewärmt. Gerne kannst du mit deinem Hund auch ein Stück um die Wette laufen, bevor ihr mit dem Stretching beginnt. Bei allen Übungen sind 2 – 3 Wiederholungen pro Seite mehr als genug.

  1. Slalom laufen
    • Ob durch Bäume, Zaunpfähle oder deine Beine. Die Übung ist gut für die seitlichen Muskeln. Immer in beide Richtungen üben und mit großen Abständen anfangen! Alternative: lass deinen Hund Kreise um dich drehen.
  2. Pfötchen geben (High Five)
    • Gut für die Vorderlaufmuskulatur und das Ellenbogengelenk. Lass dir die Pfote in unterschiedlichen Höhen geben. Beidseitig!
  3. „Häschen“ (siehe Bilderstrecke)
    • Trainiert Rücken und Hinterläufe. Ähnlich wie „Männchen machen“ nur bleibt dein Hund auf den Hinterläufen sitzen. Alternative: Männchen machen z.B. auch mit Abstützung an Bäumen.
  4. Halsstrecken / -beugen
    • Halte ein Leckerlie vor die Nase deines Lieblings und führe ihn sanft nach unten und oben.
Teller mit LLeckerlies & Akila
Häschen mit Hilfestellung
Häschen ohne Hilfestellung
Halsstrecken | Den Kopf des Hundes mithilfe eines Leckerlie nach oben führen.
Halsbeugen | Den Kopf des Hundes mithilfe eines Leckerlie nach unten führen.
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Wichtig!

Überanstrenge dein Tier nicht!
Es ist völlig ausreichend das Programm 2 – 3 Mal pro Woche zu absolvieren. Du kannst dir auch einfach jeden Tag nur eine Übung aussuchen und diese trainieren.
Habe bei allen Übungen immer ein wachsames Auge auf deinen Hund! Sind ihm Bewegungen unangenehm, zwinge ihn nicht dazu. Suche ggf. deinen Tierarzt / Tierheilpraktiker / Tierphysiotherapeuten auf, um Symptome abzuklären. Darüber hinaus solltest du die Schwierigkeit nur langsam steigern. Der Spaß soll immer an erster Stelle stehen.
Hunde mit Erkrankungen des Bewegungsapparates sollten die Übungen nicht machen, bevor du sie mit deinem Tierarzt abgeklärt hast!

Möchtest du tiefer in das Thema einsteigen, kann ich dir diesen Artikel empfehlen.

Die erste Wanderung…

…sollte max. 10 km lang sein. Sobald ihr euch mit euren täglichen Spaziergängen eine gute Grundkondition erarbeitet habt, kann es losgehen. Der Track sollte technisch einfach sein sowie höchstens 500 Hm Steigung haben. Danach ist Regelmäßigkeit gefragt. Immer wenn du das Gefühl hast, ihr schafft eure Route mit Leichtigkeit kannst du die Entfernung steigern. Hast du für dieses Jahr einen Trekking Urlaub geplant, solltet ihr spätestens 2 Wochen vor Tourstart eurer Tagespensum inkl. Gepäck mit Leichtigkeit schaffen.
Ich nehme mir 4 – 6 Wochen vor einer Tour gern ein paar Tage frei. Dann haben wir dir Möglichkeit ein paar Mal hintereinander wandern zu gehen und so unsere Form zu testen.

Mit Packtaschen fangt ihr 2 – 3 Mal pro Woche auf eurer Gassi-Runde an. Zu der Frage wie viel dein Hund tragen kann gibt es unterschiedliche Ansichten. In vielen Quellen steht bis zu 30% des Körpergewichtes. Meiner Meinung nach, solltest du das immer vom individuellen Gesundheitszustand deines Hundes abhängig machen. Fang mit wenigen hundert Gramm an und steigere jede Woche um die gleiche Menge. Wie bei jedem Training gilt: beobachte aufmerksam wie sich dein Hund verhält!

Müde Füße?

Die Nummer 1 bei allen Langstrecken Wanderern nennt sich Hirschtalg Creme. Diese ist sehr fetthaltig und macht deine Füße geschmeidig. Wozu das gut ist? Es hilft z.B. Blasen vorzubeugen. Einfach jeden Abend eine kleine Menge davon gründlich einmassieren. Besonders an den Problemstellen, an denen du dir schnell Blasen holst. Optimalerweise wiederholst du die Prozedur morgens bevor du in deine Wanderschuhe schlüpfst.
Dein Hund kann übrigens das Gleiche gebrauchen! Nicht, dass er sich Blasen läuft aber geschmeidige, glatte Pfoten sind unempfindlicher gegen äußere Umstände!

Hirschtalg- & Pfotenschutzcreme

Und jetzt: Nichts wir raus mit euch!
Eure Ausrüstung ist startklar, dein Hund hatte seine Frühjahrskur und ihr habt eure Fitness auf Vordermann gebracht.
Falls du noch die perfekte Tour zum Auftakt suchst, schau nächste Woche wieder vorbei! Ich habe für dich zwei zauberhafte Wanderwege getestet.

Möchtest du wissen worauf du im Sommer sonst noch achten solltest? Dann empfehle ich dir hier diesen Artikel von HUNDEO.com. Hier erfährst du viel wissenswertes zum Thema Sommerhitze & Abkühlung für deinen Vierbeiner!

Bis bald,
Svenja & Akila

Dieser Beitrag enthält unbezahlte & ungefragte Werbung.

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Svenja Paura

Hi! Mein Name ist Svenja. Wenn ich nicht mit Akila durch die Natur streife oder Geocaches suche, verbringe ich meine Zeit mit Klettern, Yoga, lesen oder zocken. Folge unserer Reise, wenn du mehr über uns erfahren möchtest.

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