erweiterter Gesundheitscheck beim Hund
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Erweiterter Gesundheitscheck beim Hund – Worauf du unbedingt achten solltest!

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5. März 2020

Teil II: Blutbild, Kotprobe & Sport

Heute stelle ich dir die Untersuchungen vor, die für mich zum erweiterten Gesundheitscheck beim Hund gehören. Anders als beim Basischeck werden diese entweder nur auf Nachfrage oder bei akuten Verdachtsmomenten vom Tierarzt durchgeführt. Um ein gutes Bild der allgemeinen Gesundheit deines Hundes zu bekommen sind sie jedoch sehr wichtig. Deswegen gibt es hier jetzt die 3 wichtigsten Punkte für euch!

1.  Das Blutbild

Erweiterter Gesundheitscheck beim Hund

Wenn du ein Blutbild von deinem geliebten Vierbeiner machen lassen willst, ist eine genaue Absprache mit dem Tierarzt von Nöten. Denn entgegen der Annahme sind beim großen Blutbild längst nicht alle Werte enthalten! Sucht man beim Hund nach bestimmten Krankheitsanzeichen ist es wichtig den Verdacht dem Arzt bzw. dem Labor mitzuteilen. Je nachdem werden bestimmte Werten genauer untersucht oder aufgeschlüsselt.

Ganz grob ausgedrückt unterscheiden sich das kleine & große Blutbild folgendermaßen:

Kleines Blutbild: allgemeine Zusammensetzung des Blutes (Anzahl der roten & weißen Blutkörperchen, Blutplättchen, Blutfarbstoff)

Großes Blutbild: genauere Aufschlüsselung der weißen Blutkörperchen

Das Ergebnis wird mit Referenzwerten verglichen. Je nach Abweichung kann der Tierarzt so Rückschlüsse auf Krankheiten oder Mangelerscheinungen ziehen. Gegebenenfalls werden nach dem Gesundheitscheck weitere Untersuchungen verordnet. Mehr dazu findest du hier. Du möchtest wissen wie man ein Blutbild richtig liest? Eine für Laien verständliche Einführung habe ich auf der Internetseite der Tierheilpraxis Elisabeth Caspers gefunden.

2. Die Kotprobe

Erweiterter Gesundheitscheck beim Hund

Einen Wurmbefall beim Hund kann man nicht verhindern. Mag komisch klingen ist aber ganz normal. Allein das Schnüffeln an Hinterlassenschaften anderer Tiere kann zu einer Übertragung führen. Außerdem gibt es keinerlei vorbeugende Behandlungen, die das verhindern könnten. Es gibt 2 Möglichkeiten wie du als Hundebesitzer damit umgehen kannst:
Entweder kannst du deinen Hund beim Tierarzt alle 3 Monate entwurmen lassen oder du lässt eine Kotprobe untersuchen.
Ich erkläre dir warum ich die 2. Möglichkeit bevorzuge.

Wurmkuren sind super, um eben diese Schmarotzer zu bekämpfen. Aber es gibt auch Nachteile! Sie wirken nicht präventiv. Dein eben entwurmter Hund kann sich beim nächsten Spaziergang direkt wieder infizieren. Eine Wurmkur macht keinen Unterschied zwischen guten & schlechten Darmbewohnern. Es handelt sich hierbei um ein chemisches Mittel, welches auch nützliche Bakterienstämme abtötet. Die Darmflora muss danach neu aufgebaut werden und ist besonders empfindlich. Deswegen reagieren nach der Gabe der Kur auch so viele Hunde mit Durchfall.

Kotprobe statt Wurmkur

Statt beim Gesundheitscheck des Hundes auf Verdacht zu entwurmen, kann man auch eine Kotprobe seines Vierbeiners prüfen lassen. Dazu wird vorzugsweise über mehrere Tage Kot vom Hund gesammelt (sog. Sammelprobe). Diese wird dann meist an ein tiermedizinisches Institut gesendet. Ein paar Tage später erhält man das Ergebnis. Der Vorteil: im Falle eines Falles ist genau bekannt mit welchen Parasiten dein Hund zu kämpfen hat. Demnach kann eine genaue Medikamentengabe durch den Tierarzt erfolgen. Liegt kein Befall vor so ersparst du deiner Fellnase die unnötige Belastung durch das Medikament.

Neben der reinen parasitologischen Untersuchung hast du noch die Möglichkeit auf Bakterien & Pilze testen zu lassen (bakteriologisch/mykologisch). Für mich der Hauptvorteil der Kotuntersuchungen! Du erfährst so ob der Darm deines Lieblings in Ordnung ist. Gibt es ein Ungleichgewicht kann ein Behandlungsplan entworfen werden. Oft sogar bevor äußerliche Symptome überhaupt auftreten!

Natürlich verspricht auch diese Untersuchung keine 100% Sicherheit. Es kann passieren, dass genau an diesen Tagen keine Parasiten ausgeschieden wurden. Und genau wie bei der Wurmkur ist es möglich, dass sich dein Hund erst ansteckt nachdem du die Kotprobe weggeschickt hast. So oder so ein bestimmtes Restrisiko bleibt immer! Nur regelmäßige Kontrollen beim erweiterten Gesundheitscheck deines Hundes sind der Schlüssle zum Erfolg.

3. Sport, wandern & Co.

Erweiterter Gesundheitscheck beim Hund

Ihr macht zusammen Hundesport? Geht gemeinsam wandern? Dein Hund trägt gar seine eigenen Packtaschen? Sprich das beim Gesundheitscheck deines Hundes an! Sportliche Betätigungen – in welcher Art auch immer – belasten den Körper über das Maß der normalen Gassi Runden hinaus. Zum einen stellen sich Verschleißerscheinungen möglicherweise viel früher heraus. Zum anderen kann z.B. eine gezielte Nährstoffversorgung wichtig sein. Als Hundehalter solltest du immer im Bilde sein ob dein Begleiter fit genug ist diese Aktivitäten mit dir auszuüben. Jede Sportart hat so ihre Risiken auf deren vorhanden sein bei einer Grunduntersuchung vielleicht nicht geachtet wird.

Erweiterter Gesundheitscheck beim Hund – Fazit

Unsere Vierbeiner lieben Aktivität und je aktiver du mit deinem Liebling sein möchtest desto besser musst du ihn kennen. Jedes Mensch-Hunde-Team sollte daher mind. 1x pro Jahr zum kompletten Gesundheitscheck gehen.

Ihr geht Fernwandern oder betreibt einen anspruchsvollen Hundesport? Dann werdet ihr am besten vor & nach jeder Saison bei dem Tierarzt eueres Vertrauens vorstellig. Sobald deine Fellnase offensichtliche Beschwerden zeigt natürlich öfter. Ich hoffe mal das versteht sich von selbst…

verletzter Hund | Gesundheitscheck
Schnelle Hilfe ist wichtig, damit dein Hund bald wieder vergnügt springen kann.

Fakt ist: Unsere Hunde können sich uns nur eingeschränkt mitteilen. Viele sind sogar Meister im Verheimlichen! Akila’s Erblindung haben wir z.B. sehr lange gar nicht bemerkt. Das kam durch Zufall bei einem Routine Gesundheitscheck heraus. Zu glauben, mit deinem Hund sei alles in Ordnung nur weil er sich normal verhält, kann daher ein Trugschluss sein! Je mehr du dich aber informierst, desto besser wirst du darin werden die Lage richtig einzuschätzen.

Und letztendlich ist es genau das worauf es da draußen in der Wildnis ankommt! Eure Form & euer Können richtig einschätzen zu können macht den Unterschied zwischen einem spaßigen Erlebnis oder einem gefährlichen Unterfangen.

Was ist deine Meinung zum erweiterten Gesundheitscheck beim Hund? Schreib’s mir in die Kommentare!

Liebe Grüße,
Svenja & Akila

Dieser Artikel enthält unbezahlte & ungefragte Werbung (z.B. wegen Markennennung).

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Svenja Paura

Hi! Mein Name ist Svenja. Wenn ich nicht mit Akila durch die Natur streife oder Geocaches suche, verbringe ich meine Zeit mit Klettern, Yoga, lesen oder zocken. Folge unserer Reise, wenn du mehr über uns erfahren möchtest.

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