Abenteuerreise nach Western Australia
Exkurs

Abenteuerreise nach Western Australia (+Gesamtkosten)

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10. Dezember 2019

Es ist 1:13 Uhr mitten in der Nacht, den ersten Teil unserer Abenteuerreise nach Western Australia haben wir hinter uns gebracht. Das Taxi hat uns an der Auffahrt eines Apartmentkomplex rausgelassen. Wir schultern unsere Trekkingrucksäcke und machen uns auf zu unserer Eingangstür. Nach über 20 Stunden Anreise wollen wir nur noch ins Bett. Ich drehe die Nummern des Zahlenschlosses auf die richtige Kombination, der Mechanismus klickt. Doch… Moment mal! Wo ist der Schlüssel?

Perth bei Nacht, Skyline | Abenteuerreise nach Western Australia
Skyline von Perth CBD bei Nacht

Gestrandet am anderen Ende der Welt

Abenteuerreise nach Western Australia

„Na das fängt ja gut an.“ Denke ich mir. Ich schließe den kleinen grauen Kasten wieder. Gebe die Kombination erneut ein. Öffne, schließe, öffne… Als ob der Schlüssel so auf wundersame Weise ganz plötzlich auftauchen würde. Wir klingeln und versuchen den Vermieter telefonisch zu erreichen. Irgendwann klappt es. Es gab ein sprachliches Missverständnis mit der Buchung. Das Zimmer ist erst am nächsten Tag für uns frei. Heute Nacht müssen wir woanders unterkommen.

Schließlich landen wir in einem Backpacker Hostel. Genauer gesagt in einem 8-Bett-Zimmer mit Metallstockbetten. Nachdem wir eine Weile eher ziellos durch den Vorstadtdschungel geirrt waren, wurden wir von einem Uber Food Fahrer aufgelesen. Der gute Mann war unser Retter in der Not. All unsere Zweifel zu fremden Leuten ins Auto zu steigen warfen wir kurzerhand über Bord. Das Vertrauen machte sich bezahlt. Unser neuer Freund half uns eine günstige Übernachtungsmöglichkeit zu finden. Völlig uneigennützig. Lediglich einen Kaffee durften wir ihm für seine Mühen spendieren.

Zurückblickend muss ich sagen, dass unsere Abenteuerreise nach Western Australia zwar im wahrsten Sinne des Wortes genau als solche anfing dafür im Gegenzug aber auch alle Barrieren sofort gebrochen waren. So freundlich wie uns geholfen wurde konnten wir gar nicht anders als uns Willkommen zu fühlen. Unsere turbulente erste Nacht brachte uns außerdem schnell ins Gespräch mit Einheimischen. So schnell habe ich noch nie so viele interessante Menschen kennengelernt!

Perth Yagan Square

Die Sonne verwöhnte uns am nächsten Tag mit warmen 33°C. Wir genossen das treiben in der Großstadt. Unser erster Sightseeing Tag war zwar weniger von Erfolg gekrönt, doch das machte uns nichts aus. Wir waren auf der Suche nach Bon Scotts Grab gewesen. Der Friedhof entpuppte sich jedoch als wesentlich größer als angenommen… Irgendwann waren wir das ziellose suchen leid. Wir nutzen die Zeit lieber zum relaxen bevor wir mit unserem Campervan Richtung Osten aufbrachen.

Roter Sand & Wetterumschwünge

Abenteuerreise nach Western Australia

Station Nummer 1 war der Wave Rock. Die 15m hohe und 110m lange Granitwelle hatte von Anfang an mein Interesse geweckt. Vom Parkplatz des Hippo’s Yawn aus wanderten wir entlang schroffer Felslandschaft bis zu besagter Welle. Überall sonnten sich dort kleine Echsen auf den Felsen, welche raschelnd im Gebüsch verschwanden sobald sie uns bemerkten.

Ich bin sehr froh, dass wir die Strecke dorthin (336km) auf 2 Tage aufgeteilt haben. Linksverkehr fordert einem doch so einiges an Konzentration ab. Mal ganz abgesehen von den Straßenverhältnissen… Die Outback Städte unterwegs waren faszinierend. So manche sahen mit ihren urigen Holzfassaden aus, als wären sie direkt aus einem Lucky-Luke-Streifen gefallen. In dem kleinem Wüstendorf Kulin trifft sich abends gefühlt das ganze Dorf im Pub zum Feierabendbier. Dazu überall roter Sand & Buschlandschaft.

Stadthalle York | Abenteuerreise nach Western Australia

Von dort führte uns unser Weg Richtung Süden. Nach endlosen Kilometern eher flacher Landschaft, tauchte am 3. Tag plötzlich ein Gebirgszug am Horizont auf. Die höchste Erhebung der Stirling Ranges, der Bluff Knoll hat zwar kaum mehr als 1.000 m im Vergleich zum flachen Umland erschien er uns jedoch wie die Alpen. Nur ohne Schnee. Die Besteigung des Bluff Knoll ließen wir uns natürlich nicht nehmen! Knappe 5 Stunden brauchten wir für den schmalen, steil abfallenden Auf- & Abstieg. Die Aussicht von oben war fabelhaft. Landeinwärts erstrecken sich die grünen Ausmaße des Stirling Range Nationalparks, auf der anderen Seite sieht man das Meer.

Aussicht vom Bluff Knoll |Stirling Ranges National Park
Aussicht vom Bluff Knoll

Der blaue Himmel, bei dem wir gestartet sind, beginnt sich zu zuziehen, was uns zum Abstieg aufbrechen lässt. Kaum unten angekommen beginnt es auch schon zu regnen. Ein Wetter was sich die nächsten Tage hartnäckig hält. Mit der Durchquerung der Gebirgskette sind wir offensichtlich in eine andere Klimazone gekommen. Die Vegetation wir dichter, üppiger grün dazu sinken die Temperaturen.

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Svenja Paura

Hi! Mein Name ist Svenja. Wenn ich nicht mit Akila durch die Natur streife oder Geocaches suche, verbringe ich meine Zeit mit Klettern, Yoga, lesen oder zocken. Folge unserer Reise, wenn du mehr über uns erfahren möchtest.

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